Slider

geniALGE

Algen kommen schon seit einiger Zeit in der Biotechnologie zum Einsatz. Sie sind Lieferanten von Omega-3 Fettsäuren, Vitaminen, Proteinen und Pigmenten, werden aber auch im täglichen Leben z.B. in Zahnpasta, Farben und zur Wundversorgung verwendet. Mögliche Anwendungsgebiete sind Nahrungsergänzung, Medizin, Wasseraufbereitung, Erzeugung von Biotreibstoffen und Kosmetik.

Eine besonders wichtige Funktion ist, dass sie das Treibhausgas CO2 in Sauerstoff umwandeln, sie können aber auch neue Wirkstoffe durch kostengünstiges, lichtgetriebenes Wachstum liefern.

Das Projekt geniALGE stellt das Thema Algen und Algentechnologie in den Mittelpunkt. Vor allem Haematococcus pluvialis (Blutregenalge) und andere Mikroalgen aus der Region kommen dabei zum Einsatz.

SchülerInnen verschiedener Altersstufen werden in die einzelnen Prozessschritte des Projekts eingebunden:

1) Gewinnung von Mikroalgen und erste Forschungserfahrungen, peer learning (VS, MS), die Beschreibung neuer Mikroalgenarten wird erwartet und ist als wissenschaftlicher output zu werten!

2) Workshops über die Bedürfnisse von Algen, Experimente und Entwicklung einer Algennährlösung mit Wachstumsversuchen – diese Workshops werden dann an die SchülerInnen der VS und MS durch peer learning vermittelt (VS, MS und BORG),

3) Vorträge und Workshops zur Verwendung von Algen als Lebensmittel (Kochworkshop) und als Rohstoffe, Algenzucht (MS, BORG) für den Algenreaktor der HBLA und

4) Bau eines Algenreaktors (HBLA). In technischen und biologischen Workshops, Laborexperimenten, Fachvorträgen und Exkursionen über den gesamten Projektzeitraum werden die SchülerInnen aktiv mit dem Thema Algen aus verschiedenen Blickrichtungen vertraut gemacht.

Die SchülerInnen lernen technisches know-how mit biologischen Aspekten aus dem Bereich erneuerbare Rohstoffe kennen. Durch zukünftige Experimente und die Weiterverwendung der erhaltenen Rohstoffe z.B. in der Landwirtschaft sollen die erhaltenen Ergebnisse und Erkenntnisse auch über den Projektzeitraum hinaus umgesetzt werden.

ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Pädagogik begleiten die SchülerInnen während des gesamten Projekts. Bei Medienworkshops, dem Wissenschaftsblog auf der Projektwebseite und durch Präsentationen für die Öffentlichkeit (z.B. Lange Nacht der Forschung) lernen die SchülerInnen, dass auch die Dissemination von Ergebnissen in der Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle spielt.